Archive for Oktober, 2011

PyCon-DE 2011

Mittwoch, Oktober 12th, 2011

Die erste PyCon-DE überhaupt ist zu Ende gegangen. Sie war ein Riesenerfolg, sowohl für mich selbst als auch nach allem, was ich so von den anderen Teilnehmern gehört habe. Etliche interessante Vorträge aus unterschiedlichsten Bereichen, eine Menge Leute die ich entweder gerne wieder getroffen habe, immer schon mal treffen wollte, oder mit denen ich noch nie etwas zu tun aber nun einige interessante Diskussionen hatte. Die ganze Organisation lief wie am Schnürchen und sogar das Essen war ebenso gut wie abwechslungsreich.

Eines der wichtigsten Ergebnisse der Konferenz war die Gründung des Python Software Verband e.V. als Nachfolger der ehemals Zope-spezifischen DZUG. Die Neuausrichtung wird es wesentlich erleichtern, die deutschsprachige Python-Gemeinde unter ein gemeinsames Dach zu bringen, und die Python-Lobby in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu verbessern.

Ich selbst habe zwei Vorträge über Cython und lxml gehalten, sowie ein Tutorial zu Cython. Alle wurden mit großem Interesse aufgenommen (wobei ich noch auf die konkreten Rückmeldungen zum Tutorial warte) und gaben Anlass zu einigen interessanten Diskussionen. Cython und lxml sind weiterhin zwei Best-of-Breed Tools, und große Themen in der Python-Gemeinde. Besonders lxml hat mir einiges an Schulterklopfen dafür eingebracht, dass ich es in den letzten Jahren zu dem einen großen XML-Tool für Python gemacht habe. Paul Everitt, der eine Keynote hielt und den ich eigentlich immer schon mal treffen wollte (hiermit passiert), hat sogar mitten in seinem Vortrag eine Riesenfolie aufgelegt, auf der nur zwei Namen standen - Martijn Faassen (der mit lxml angefangen hat) und ich. Werde ich also doch noch berühmt auf meine alten Tage …

Einige Zeit habe ich mit Kay Hayen diskutiert, der an einem statischen Python-Compiler namens Nuitka schreibt. Wenig überraschend stand er dabei vor etlichen der Probleme, in die wir auch mit Cython gelaufen sind. Er hat Recht damit, dass ich nicht gänzlich froh darüber bin, dass er ein separates Projekt begonnen hat anstatt uns mit Cython zu helfen, aber so ist OpenSource nun einmal. Jede/r hat das Recht, so viele Räder zu erfinden wie es Spaß macht. Soweit ich es verstehe, strebt Kay mit Nuitka eine Untermenge von dem an was wir aus Cython machen, aber kommt dabei von der anderen Seite. Cython war früher nur eine Erweiterungssprache und entwickelt sich nun zusätzlich zu einem vollwertigen Python-Compiler, wohingegen Nuitka einzig und allein die Nische des Python-Compilers füllen soll. Aber bisher hat Kay schon dabei einiges an Chuzpe und Durchhaltevermögen bewiesen, da warten vielleicht noch ein paar Überraschungen…

Es war interessant, einige Vorträge zu Themen zu sehen, mit denen sich auch mein Arbeitgeber herumschlägt - nur eben mit Python statt mit Java. So arbeitet beispielsweise eine interne Abteilung bei SAP an einer Web-basierten Client-Infrastruktur für SAP-Systeme in Python, inklusive Objekt-nach-SAP Mapper (ähnlich einem ORM), Offline-Caching-Mechanismen und so weiter. Im Vortrag sah es ganz so aus als könnte sich das allgemein als interessant für SAP-Clients erweisen, auch ganz unabhängig von Web-Anwendungen. Und es könnte bald schon OpenSource sein…

Ein weiterer Vortrag, bei dem ich mich gleich heimisch gefühlt habe, handelte von PyTAF, einem grafischen Framework zur Anwendungsintegration. Es wird intern bei der LBBW in Stuttgart entwickelt und erreicht mehr oder weniger das, was wir in Java machen. Darüber hinaus hat es ein GUI mit dem Datenintegrationsprozesse grafisch zusammengesetzt werden können, und es ist in Python geschrieben, was bei dieser Art von Software ein ernst zu nehmender Vorteil ist. Übrigens verwendet es intern lxml.objectify zur Datenverarbeitung - eine sehr gute Wahl :)

Die PyCon-DE im nächsten Jahr könnte ruhig wieder am selben Ort stattfinden. So gut, wie die diesjährige funktioniert hat, gibt es eigentlich keinen Grund zu wechseln. Obwohl sowas wie Berlin natürlich auch immer eine Reise wert ist …

PyCon-DE 2011 (en)

Mittwoch, Oktober 12th, 2011

The first PyCon-DE ever is over. It was a huge success, both from my own POV and from what I heard from others. Quite a number of interesting talks from a very broad spectrum, loads of people that I either knew already, always wanted to meet, or had never heard of but found interesting to talk to. The organisation worked out impressively well, even the food was as good as it was diverse.

One of the major outcomes was the formation of the “Python Software Verband e.V.” as a successor to the previous Zope centered “DZUG e.V.”. The new direction will make it much easier to gather the German speaking Python community under a common umbrella, and to enforce the Python lobbying in Germany, Austria and Switzerland.

I gave two talks on Cython and lxml, as well as a tutorial on Cython. All of them were well received (although I”m still waiting for the final feedback on the tutorial) and gave the chance for interesting discussions. Both Cython and lxml continue to be best of breed tools and hot topics in the community, and I received a lot of backslapping for making lxml the one great XML tool for Python over the last few years. One of the keynote speakers, Paul Everitt, whom I wanted to meet for a while until I finally got the chance now, even put up a huge slide right in his talk with only two names on it, that of Martijn Faassen (the original author of lxml) and mine. I”m finally getting famous. ;)

I spent some time talking to Kay Hayen, who has written a static Python compiler called Nuitka. It was not surprising that he bumped into a lot of the problems that we met with Cython as well. He’’s right in that I”m not entirely happy about the fact that he started a completely separate project instead of helping with Cython, but that’’s OpenSource. People are free to reinvent as many wheels as they like. From what I understand, Nuitka aims to become a subset of what Cython heads for, just coming from a different side. Cython has originally been an extension language and is now additionally evolving into a Python compiler, whereas Nuitka is plainly targeted at being a Python compiler. But I wouldn”t mind getting surprised at some point. So far, Kay has certainly shown a remarkable investment and was pretty successful.

It was nice to see in a couple of presentations that the kind of things that the company I currently work for is doing in Java is done in Python in other places. For example, an internal department at SAP is developping a Web based client infrastructure for SAP systems in Python, including a transparent object-to-SAP mapper (similar to ORMs), offline caching mechanisms, etc. From the presentation, it sounded very much like this could be useful for talking to SAP in general, not only for web clients. And it may become open source at some point.

Another feel-alike talk was about PyTAF, a graphical application integration framework for financial applications that is being developped in-house at LBBW in Stuttgart. It aims to do more or less the same as the code we write in Java, but has a graphical frontend for putting together integration flows. And, it’’s Python, which is a serious advantage for this kind of software. It even uses lxml.objectify internally for data processing - best choice ever! :)

It may well be that next year’’s PyCon-DE will take place at the same location. It worked so well that there’’s no reason for a change. Although Berlin would also be a great location…

Fix URL display in Firefox 7

Mittwoch, Oktober 12th, 2011

Firefox 7 comes with a very annoying “feature” that breaks copying from the URL bar by stripping away the protocol prefix from the URL. Here is how to fix it. The magic option in “about:config” is called “browser.urlbar.trimURLs”. Switch it off and Firefox starts working again.